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ja das bin ich: - geboren im November 1962 in der Nähe von Leipzig - Schule - Berufsausbildung als Elektrosignalmechaniker und Elektromonteur - habe mich mit verschiedenen Job’s immer über Wasser gehalten:
Betriebselektriker, UPS-Paketzusteller, Lagerist, Haustechniker und Technischer Leiter in Hotel-Gruppe,
Maschinenführer, Produktionsleiter und Instandhalter in Metallfirma, Instandhalter in Kunststofffirma - bin verheiratet, habe einen Sohn und zwei Enkel
inzwischen bin ich 63 Jahre alt
ich habe im Leben nicht immer alles richtig gemacht ... aber ich habe immer aus Fehlern gelernt und neue Erfahrungen gesammelt
wir haben uns immer altersgerecht richtig entschieden: haben unser Haus verkauft, wohnen in Stadtnähe in einer altersgerechten Wohnung
im Moment bin ich gesund, gehe zur Arbeit, bereite Essen zu, fahre mit dem Segway, spiele “Clash of Clans”,
genieße jeden Tag und freue mich auf meine Rente ich möchte kein jahrelanger Pflegefall werden deshalb möchte ich zum Thema “selbstbestimmtes Lebensende” etwas recherchieren und die Ergebnisse hier
veröffentlichen
meine Wertvorstellung: Ich bin ein alter Man, habe mein Leben gelebt, bin mit dem Erreichten zufrieden und habe keine großen Ziele mehr. Ich liebe meine Frau, meine Familie und meine
Schwiegerfamilie. Ich bin stolz auf meinen Sohn mit Frau und unseren Enkeln. Ich möchte gern diese lieben Menschen in ihrem Leben noch etwas begleiten.
Aber niemand weiß, wie lange das noch möglich ist und wie dann mein Ende aussehen wird. Ich möchte nicht, als jahrelanger Pflegefall meine Mitmenschen belasten und meinen Tod herbeisehnen müssen. Meine Schwiegeroma lag in
ihren letzten Tagen auf der Intensivstation, sie wollte nicht mehr leben, hat versucht, sich die Leitungen zu entfernen, daraufhin wurde sie am Bett fest gebunden. Sie hat mir so leidgetan.
So lange der Gesetzgeber das selbstbestimmte Ende des eigenen Lebens nicht zulässt (1), muss ich die Möglichkeit wahrnehmen, meinem Leben ein schnelles Ende zu setzen. Deshalb habe ich die einzelnen Maßnahmen in der
Patientenverfügung so entschieden. Sollten meine Sinne schwinden, oder ich sie in einem Koma verlieren, dann verliere ich auch Verantwortung, Verpflichtung und Gewissen. Dann macht mir der kleine Schritt, tot zu bleiben,
nichts mehr aus. Meine Angehörigen müssen sich keine Vorwürfe machen, wenn sie nach meiner Patientenverfügung handeln, oder sich im Zweifel für meinen Tod entscheiden. (1
) das sollte wohl seit 2020 möglich sein, wie das in der Praxis aussieht wird hier dokumentiert
das ist mein Plan für mein Lebensende: - im Moment bin ich noch fit genug, um diesen Plan vorzubereiten
- wenn das Ereignis “X” eintritt (zB Unfall, Diagnose, schwere Krankheit, ...), dann werde ich diesen Plan aktivieren, deshalb muss er vorbereitet sein - 1. die vorbereitete Institution informieren
- 2. mein Leben herunter fahren (nach einer Checkliste), zum Beispiel: - Fahrzeuge verkaufen, entsorgen - Web-Seiten abschalten, Accounts löschen, Telefone kündigen, löschen
- Versicherungen, Wohnung, Bank, Strom, Verbindlichkeiten ... klären - 3. von der Familie und guten Freunden verabschieden - 4. die Institution aufsuchen und den entscheidenden Schritt gehen
- 5. den Rest erledigen die Ärzte, Bestatter, Ämter
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